Oktoberprojekt 1.1

Es geht mir wie allen anderen Stoffsüchtigen auch ... von allem immer irgendwie viel zu viel, nur um dann beim nächsten Projekt festzustellen, dass man doch nicht den passenden Stoff hat. Also muss unbedingt neuer her. Da ich materialtechnisch quasi in einem Entwicklungsland lebe, jedenfalls zumindest in einer für kreative Menschen sehr vernachlässigten Gegend, irgendwo oben auf einem Berg wo es zwar Vuitton Taschen, Hermes-Tücher und ähnliches jederzeit gibt, aber eben keinen noch nicht verarbeiteten Stoff, bin ich auf Online-Shopping angewiesen. Und die Shops werden auch immer besser. So kommt man unweigerlich auf dem Weg zur virtuellen Kasse an dem "Schild" mit den anderen interessanten Angeboten vorbei. Prompt sind es natürlich Stoffe, die absolut gut zu den bereits fast gekauften passen und darum nimmt man sie dann auch gleich mit.

Wie auch immer, ich habe zu viel Stoff. Zum Teil fitzelige Reste, die bei sehr genauem Betrachten selbst für Miniapplikationen eigentlich schon zu klein sind und zum Teil (zum grösseren Teil) noch komplett umangeschnittene Stücke, die aber zumindest liebevoll gefaltet und nach Farben und Inspirationen sortiert im Schrank verweilen.

Darum war ich auch gleich begeistert, als ich auf Emmas Seite die Idee zum Stoffabbau sah. Denn was man sich selbst immer wieder vornimmt ist das eine, die Umsetzung eines Projekts mit etwas Termindruck und einem vorgegebenen Thema das andere.

Hier nun also mein Kissen. Ich möchte eigentlich auch noch den Leseknochen und das Farbenmix-Bodenkissen nähen. Hoffentlich schaffe ich es in den nächsten Tagen. Parallel dazu beschäftigt mich nämlich gerade mein kleiner, sehr vernachlässigter Steingarten (und kilometerlange Efeuranken, Himmel was für ein Unkraut) und das eine oder andere Quiltprojekt.

Die Stoffreste stammen in diesem Fall von unseren "Wintergarten"-Rollos (KA-International) und den  Sofakissen + Sofaquilt von Kaffe Fassett.






4 commentaires:

  1. Das Kissen ist ja wirklich unglaublich schön geworden. Hast du einen Kräuselfuß für deine Nähmaschine? Das sieht nämlich sonst nach einer Menge Arbeit aus.
    Gruß Frau Käferin

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    1. Danke Frau Käferin. Ja, ich hab einen Kräuselfuss und es ging eigentlich ganz schnell (wobei sowas natürlich relativ ist). Streifen zur Hälfte bügeln - und dann an den aufeinanderliegenden Schnittkanten kräuseln. Vorher noch die richtige Einstellung finden. In diesem Fall alle sechs Stiche eine Falte (die Faltentiefe kann man mit einer Schraube auch einstellen). An einem Probestück habe ich in etwa ausgerechnet, wie lang dann die Streifen sein mussten - schliesslich mussten ja die Reste reichen. Und ich freue mich echt total, dass ich nach so langer Zeit noch ein neues Kissen dazu "zaubern" konnte. Viele Grüsse.

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  2. wow...was für ein wunderschönes Kissen...superschön anzuschauen und war wohl ne Menge Arbeit..hat sich aber auf jeden Fall gelohnt...toll...gglg emma

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    1. Danke liebe Emma. Nö, ging eigentlich von der Arbeit her. Ich hab meinen Kräuselfuss bemüht. Es war bestimmt weniger aufwändig, als Dein "Retro-Kassetten-Kissen". Liebe Grüsse.

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